Auf ein Wort mit…

Rio Wolfhart

Bassist

I’m a highway star

Die Anfänge

Bei Demon’s Eye dabei seit …

„September 2025. Mein erster Gig mit Demon’s Eye war am 13. September 2025 in der Halle 32 in Gummersbach.“

Hast du eine musikalische Ausbildung? Falls ja, welche?

„Ja. Ich habe zwar zunächst autodidaktisch an der Gitarre begonnen und versucht, mir Riffs und Songs über Lehrbücher und nach Gehör selber beizubringen, doch mit 16 nahm ich Unterricht und wenig später studierte ich dann klassische Gitarre an der Hochschule für Musik Würzburg.“

Deine erste selbstgekaufte Platte oder CD:

„Beastie Boys – „Licensed to Ill“ *grins“

Welche Bands haben dich dazu inspiriert, Musiker zu werden?

„Das waren in erster Linie die großen Bands der Classic Rock Ära wie Deep Purple, Black Sabbath und Led Zeppelin. Aber auch viele andere.“

Sonstige Instrumente? Falls ja, welche?

„Gitarre und ganz rudimentär Klavier.“

Dein erster öffentlicher Auftritt:

„Das müsste mit meiner alten Schul-Big-Band gewesen sein in der 9. Klasse… Richtige Gigs kamen bei mir erst später so mit 19 oder 20.“

Dein erstes selbstbesuchtes größeres Konzert:

„Das war tatsächlich Deep Purple! Sie haben ein Open Air im Schlosspark von Künzelsau gespielt, damals noch mit Steve Morse und Don Airey, und es war magisch!“

I’m a highway star

Wissenswertes aus dem Purple-Kosmos

Hast du eine bevorzugte Ära von Deep Purple?

„Ich finde alles gut von Purple, aber die frühen 70er waren absolut herausragend in der Rockgeschichte und hier wurden von der Band wirklich Meilensteine gesetzt.“

Dein Lieblings-Deep-Purple-Song:

„Schwere Frage. Irgendwie steh ich total auf Bloodsucker.“

Dein Lieblings-Deep-Purple-Album:

„Deep Purple in Rock“

Gab oder gibt es bestimmte Deep-Purple-Songs, die für dich als Musiker besonders herausfordernd waren oder sind?

„Man muss bei allen Songs sehr fokussiert bleiben. Am schwierigsten sind Stücke wie „Child In Time“, bei denen man als Band über einen langen Zeitraum einen großen Spannungsbogen aufrechterhalten muss. Die Herausforderung liegt darin, die Botschaft des Songs auf die Bühne zu bringen und das Ganze als ein rundes, gelungenes Gesamtwerk zu meistern. Da kommt es wirklich auf jedes noch so kleine Detail an. Song wie „Fireball“ oder auch „Highway Star“ haben zwar Herausforderungen im Bereich des Timings und des Drives, aber trotzdem kann man diese Songs viel gelassener runterballern. „

Welchen Deep-Purple-Klassiker spielst du auch nach all den Jahren immer noch besonders gerne?

„Ich freue mich jedes Mal besonders auf „Perfect Strangers“.“

Eine besondere Ehre: Der Deep Purple-Bassist Roger Glover bezeichnete Rio als „ausgezeichnete Wahl“ für Demon’s Eye, nachdem er sich ein Video angesehen hat, in dem Rio „Highway Star“ spielt (siehe Video oben).

Wissenswertes aus dem Demon’s Eye-Kosmos:

Gibt es einen bestimmten Moment auf der Bühne, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

„Ja, als mir mein Kabel zerbrochen ist und der Bass daraufhin schwieg! *lacht
Nein, jetzt ernsthaft: Als ich das erste Mal miterleben durfte, wie Mark seine Blackmore-Gitarrenperformance abliefert. Mark hat wohl 30 Jahre lange nix anderes gemacht als Blackmore zu studieren und ist sehr wahrscheinlich der Blackmore-Experte schlechthin.“

Gab es hinter den Kulissen oder während Auftritten lustige oder skurrile Geschichten, die du teilen möchtest?

„Es gibt dauernd lustige Momente, doch es wäre wenig schlau diese hier zu teilen, da mich dann die Bandkollegen vermutlich killen würden *grins“

Wie wichtig ist für dich die Interaktion mit dem Publikum während eines Auftritts, und gibt es diesbezüglich besondere Momente, die dir im Gedächtnis geblieben sind?

„Sehr wichtig! Das ist das A und O bei Liveauftritten. Es gibt Bands, da ist die ganze Show durchgetaktet und es wird komplett auf Klick performt. Alles ist geplant, sogar die Publikumsinteraktionen sind vorgefertigt und genau getaktet, damit sie ins Programm passen. Bei Demon‘s Eye ist alles roh, organisch und spontan. So muss Rock’n‘Roll sein! „

Welche Dinge sind für dich unverzichtbar auf Tour, abgesehen von den musikalischen Ausrüstungen?

„Wenn ich im Backstage-Bereich eine Couch entdecke, bin ich glücklich! *lacht“

Was machst du innerhalb der letzten Stunde vor Beginn eines Demon’s Eye-Konzertes?

„100 Liegestütze, 10 km Laufen und 1000 Sit-ups. Dann bilden sich die ersten kleinen Schweißperlchen auf meiner Stirn und ich weiß, ich bin warm und bereit für die Bühne.“

Hat deine Zeit bei Demon’s Eye deine persönliche und musikalische Entwicklung beeinflusst?

„Ja, auf jeden Fall. Es hat mich am Bass nochmal auf ein anderes Level gebracht, weil ich mich intensiv mit Roger Glover und Glenn Hughes auseinandergesetzt habe.“

Was ist aus Deiner Sicht das Besondere an Demon’s Eye? Was unterscheidet Euch vielleicht von anderen Deep Purple Tribute Bands?

„Deep Purple leben von dieser spontanen, rohen Energie. Demon‘s Eye schaffen es, das mit einem hohen musikalischen Können rüberzubringen. Jeder Gig ist anders – das sagen auch die Fans, die regelmäßig zu unseren Konzerten kommen.“